Glasfaserausbau über Holzmasten: Wirtschaftlich und schnell
Warum die oberirdische Verlegung von Glasfaserkabeln an Telefonmasten die kosteneffizienteste Lösung für ländliche Gebiete ist.
Anke Jacobsen
Ein detaillierter Vergleich der Imprägnierverfahren für Holzmasten unter Berücksichtigung von Lebensdauer, Kosten und strengen Umweltauflagen in Europa.
Alexander Reichartz
Leiter Imprägnierungstechnologie, induo® · März 2026
Die Wahl des richtigen Imprägnierverfahrens ist eine der wichtigsten ingenieurtechnischen Entscheidungen bei Freileitungs- und Telekommunikationsprojekten. Kreosot und Salzimprägnierung bieten beide nachgewiesene Schutzwirkung - unterscheiden sich jedoch deutlich in Einsatzgebieten, Normenanforderungen und Lebensdauer im Boden.
Seit über 100 Jahren bleibt die Kreosot-Imprägnierung die konkurrenzlose Lösung für Telekommunikations- und Energienetze auf vielen klimatisch anspruchsvollen Märkten weltweit. Die von uns eingesetzte Technologie - das Rüping-Verfahren - verhindert das nachträgliche Ausbluten der Masten während der Lagerung und gewährleistet eine absolut gleichmäßige Tränkung des Holzes.
Wir pressen heißes Kreosotöl bei einer kontrollierten Temperatur von ca. 105 °C bis 140 °C unter hohem Druck direkt in die Holzzellen. Die Tränkung erfolgt nach einer präzisen Anwendung von Luftvordruck (100-700 kPa), wodurch das Holz optimal gesättigt wird. Wir garantieren eine verlässliche Schutzmittel-Retention von mindestens 95 bis 140 kg pro Kubikmeter Holz.
Für Projekte, die eine hohe Umweltverträglichkeit erfordern - in europäischen Nieder- und Mittelspannungsnetzen, in Telekommunikationsnetzen oder im Agrarbereich -, verwenden wir zertifizierte wässrige Lösungen aus Kupfersalzen in Konzentrationen von 3 % bis 6 %.
Das imprägnierte Holz durchläuft direkt im Anschluss einen kontrollierten Fixierungsprozess, wodurch das Schutzmittel dauerhaft auswaschungsbeständig im Holz verankert wird. Eingesetzte Mittel umfassen Tanalith E3475, Wolmanit CX 8 WB sowie Korasit KS 2 / KSM - chromfreie Systeme mit bewährter Schutzwirkung gegen Pilze, Insekten und Termiten.
Die Auswahl hängt von drei Faktoren ab: den lokalen Zulassungen und Normen des Zielmarkts, dem Bodenklima und der geforderten Standzeit im Erdeinbau sowie den Umweltauflagen des Auftraggebers. In der EU ist Salzimprägnierung in der Regel die bevorzugte Lösung; außerhalb Europas setzen viele Betreiber weiterhin auf Kreosot WEI Typ B.
Sie planen ein Freileitungsprojekt und fragen sich, welches Schutzmittel für Ihren Markt optimal geeignet ist? Unsere Ingenieure unterstützen Sie bei der Auswahl - von der robusten Kreosot-Imprägnierung über umweltfreundliche Salzimprägnierung bis hin zu LoPro®-Holzschutzbandagen zur Verlängerung der Standzeit.
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